Corona-Impfung:    

Seit Ostern 2021 arbeiten viele Arztpraxen beim Impfen gegen Corona mit. Dadurch hat das Tempo der Impfungen deutlich zugenommen. Seit Sommer steht ausreichend Impfstoff zur Verfügung, sowohl für die Erst- und Zweitimpfungen als auch für die Drittimpfungen (Boosterimpfungen).
Wichtig sind Auffrischimpfungen ca. 5-6 Monate nach der 2. Impfung.

Impfstoff:
Zur Zeit wird nur noch mit MRNA-Impftstoffen Biontech + Moderna geimpft. Auch Auffrischimpfungen (3. Impfung) werden nur noch mit MRNA-Impfstoffen durchgeführt.

Welche Patienten werden zuerst geimpft ?
Die anfängliche Priorisierung von Patienten wurde inzwischen aufgehoben, da die Hauptrisikogruppen schon durchgeimpft sind. Impfwillige können sich in der Praxis auf eine Warteliste setzen lassen und werden dann der Reihe nach geimpft. Die Versorgung mit Impfstoffen in den Arztpraxen ist sehr schwankend, so dass es zu längeren Wartezeiten kommen kann.

Planung von Impfungen in der Praxis:
Da die Impfstoffe in der Handhabung sehr kompliziert sind (Lagerung, Kühlung, Haltbarkeit usw.) ist eine Terminabsprache notwendig, zumal eine geöffnete Serumampulle gedacht ist für mehrere Patienten und diese dann innerhalb von wenigen Stunden verabreicht werden müssen. Das stellt die Praxen vor eine enorme logistische Herausforderung, die deutlich höher ist wie bei den bekannten Impfungen (Grippe, Tetanus usw.). Bei diesen bekannten Impfungen ist eine Spritze für einen Patienten vorgesehen und diese Spritze ist über Monate lang haltbar im Kühlschrank.

Impfzentrum oder Praxis ?
Viele Impfzentren wurden im Sommer geschlossen und jetzt wieder geöffnet, da die Nachfrage nach Boosterimpfungen stark gestiegen ist. Die niedergelassenen Ärzte werden auch einen Teil der Impfungen vornehmen; Kinderärzte für die unter 18 jährigen Patienten, für die Erwachsenen viele Allgemeinmediziner, auch Frauenärzte, Urologen usw. Nicht alle niedergelassenen Ärzte beteiligen sich an Coronaimpfungen (daher in den Praxen nachfragen). Zusätzlich fahren Impfbusse wöchentlich Standorte an; dort kann man sich ohne Termin impfen lassen.

Wer wird in der Praxis auf keinen Fall geimpft ?
- Alter unter 18 Jahren
- Schwangere
- in den letzten 2 Wochen eine andere Impfung erhalten
- akute behandlungsbedürftige Erkrankung
- Tumorpatienten unter Chemotherapie oder Bestrahlungstherapie
- Patienten mit Z. n. allergischen Reaktionen auf andere Impfstoffe
- Patienten mit Gerinnungsstörungen und Z. n. Thrombosen
- Patienten mit schon terminierten Impfungen in einem Impfzentrum

Anmeldung zur Impfung in der Praxis
Entweder bei persönlichem Kontakt in der Praxis oder telefonisch nachfragen.
Bitte haben sie Verständnis, dass aufgrund sehr vieler E-Mail-Anfragen , wir diese aus zeitlichen Gründen nicht beantworten oder berücksichtigen werden.

 

Fazit:
Wir sind froh, dass wir einen kleinen Beitrag in den Praxen leisten können für die Pandemiebekämpfung. Wir werden unserer Bestes geben bei dieser schwierigen Aufgabe. 80 Millionen Menschen 3 x zu impfen stellt eine Herkulesaufgabe dar, die erst in Monaten bewältigt werden kann und eben nicht in wenigen Wochen. Der Wunsch nach einer schnellen Rückkehr zu unserem normalen Leben ist verständlich, aber eben nicht zu erzwingen. Nur bei sehr hohen Impfraten ( 80-90 % der Bevölkerung ) werden wir die Pandemie besiegen. Wenn wir diese hohen Impfquoten nicht in kurzer Zeit erreichen, dann werden wie noch weitere Infektwellen erleben.

Das Ende der Pandemie ist  schon als großes Licht am Ende des Tunnels sichtbar, wenn wir Impfen Impfen Impfen.

 

Ihr Praxisteam